Schnalser Delegation besucht Best-Practice-Beispiel im Val Müstair

Inspirationen zur Aufwertung des immateriellen Kulturerbes der Transhumanz

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Veröffentlichungsdatum

13.05.2025

Beschreibung

Val Müstair (CH) - Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Schnals, lokaler Kultureinrichtungen, bäuerlicher Interessenschaften, Vereine sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger unternahmen kürzlich eine Exkursion ins benachbarte Val Müstair (CH). Ziel der Reise war es, Impulse und Inspirationen zur Aufwertung des immateriellen Kulturerbes der Transhumanz zu gewinnen – einem gelebten Kulturgut, das tief in der Identität des Schnalstals verankert ist. 

Als Best-Practice-Beispiel diente das Benediktinerinnenkloster St. Johann in Müstair, das als UNESCO-Weltkulturerbe international anerkannt ist. Ulrich Veith, Geschäftsführer der Klosteranlage, erläuterte eindrucksvoll den kulturellen und gesellschaftlichen Wert dieser Auszeichnung sowie die damit verbundenen langfristigen Aufgaben und  Anforderungen an das Management eines solchen Kulturguts.

Im Anschluss stellte Linda Feichtinger der Biosfera Val Müstair konkrete Projekte vor, mit denen lokale Traditionen nicht nur bewahrt, sondern auch neu belebt werden – darunter etwa der Wiederanbau von Flachs, ein historisch  verwurzeltes Handwerk, das heute wieder an Bedeutung gewinnt.

Den Abschluss bildete eine eindrucksvolle Führung durch das Talmuseum Chasa Jaura mit Marco Gilly. In diesem authentischen Museum wird die Geschichte und Alltagskultur des Tals nicht nur dokumentiert, sondern mit großer Sensibilität und Tiefe auch Kleinstrealitäten sichtbar gemacht und für Besucher zugänglich gemacht.

Die Exkursion war Teil eines Weiterbildungs- und Austauschprogramms im Rahmen des PNRR-Projekts, das sich der Zukunft des immateriellen Kulturerbes widmet – und hat einmal mehr gezeigt, wie inspirierend der Blick über die  Grenze sein kann, wenn es darum geht, lokale Kulturen bewusst und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Sonja Santer, Vizebürgermeisterin der Gemeinde, betont: „Der Austausch mit anderen Regionen ist für uns enorm wertvoll. Gerade im Umgang mit immateriellem Kulturerbe wie der Transhumanz braucht es neue Perspektiven, Mut zur Weiterentwicklung und konkrete Ideen, wie Traditionen auch für kommende Generationen lebendig bleiben können. Die Exkursion ins Val Müstair war dafür ein echter Impulsgeber.“


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Veröffentlichungsdatum

13.05.2025

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Zuletzt aktualisiert: 02.09.2025, 15:48 Uhr